Unsere Sportgeräte

Fechten ist ein Sport, der hohe Ansprüche an Koordination, Kondition, Konzentration und Reaktion stellt. Körper und Geist sind jederzeit gefordert. Fechten ist Kampfsport, Denksport, viel Arbeit und etwas Kunst. Die Sportgeräte im Fechtsport heißen „Waffen“. Das klingt zwar sehr kriegerisch, es gibt aber keinen Grund zu erschrecken. Die heutigen Sportwaffen, die unten vorgestellt werden, sind eigentlich nur noch symbolische Waffen und haben weder Schneide noch Spitze. Sie werden in besonderen Verfahren so konstruiert, dass Verletzungen weitestmöglich ausgeschlossen sind.

 

Das Florett

Florett kommt von französisch „fleur“ (Blume), nach der Form des Spitzenschutzes, der auf der Spitze der Waffe aufgesetzt ist. Sie besteht aus einer dünnen, rechteckigen Klinge, einer Glocke mit einem Durchmesser von 9,5 bis 12 cm als Handschutz sowie einem metallenen Griff. Man unterteilt sie in Klingenstärke, -mitte sowie -schwäche. Die Klinge des elektrischen Floretts (E-Florett) sowie des Degens verfügt über eine federnd gelagerte Spitze in einer Spitzenhülse.
Für den Griff gibt es in drei verschiedene Arten:

  • „französisch“ (ein langer glatter Stab)
  • „italienisch“ (ein langer glatter Stab mit Parierstange, Quart- und Terzbügel)
  • „belgisch“, auch „Pistolengriff“ (orthopädisch, handangepasst)

Das Florettfechten wurde Ende des 20. Jahrhunderts athletischer, es wurden Coupés verwendet, sowie bei Florett die elektronische Anzeigezeit verkürzt.
Diese Waffe ist die Übungswaffe schlechthin. Üblicherweise wird der Fechtunterricht mit dem Florett begonnen. Es wird von Damen und Herren benutzt.

 

Der Degen

Der Degen war die zum Duell verwendete Waffe. Er hat eine größere Glocke mit 13,5 cm Durchmesser sowie eine stärkere Klinge. Im Unterschied zum Florett (500 g) beträgt das Anzeigegewicht für einen Stoß 750 g.
Für den Griff gibt es folgende zwei verschiedene Arten:

  • „französisch“ (ein langer glatter Stab)
  • „belgisch“, auch „Pistolengriff“ (orthopädisch, handangepasst)

Die einfachste, aber für viele die spannendste Waffe. Der Kreativität sind hier keine Grenzen durch Konventionen gesetzt.

 

Der Säbel

Der Säbel besitzt eine flache, biegsame Klinge. Trefferfläche ist der gesamte Oberkörper inkl. Kopf und Arm, wobei allerdings der Schritt im Gegensatz zum Florett ausgeklammert ist und auch Hiebe als Treffer zählen. Das Säbelfechten ist in der Regel schneller als das Florettfechten. Wie beim Florett gibt es ein Angriffsrecht. Die Säbelglocke ist anders geschnitten und halbkugelförmig um die Hand gezogen.
Der Säbel ist eine Hieb- und Stoßwaffe, die lange nur von Herren benutzt werden durfte. Damensäbel wurde bei den Weltmeisterschaften 1998 in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz erstmals offiziell vorgestellt und ist mittlerweile olympische Sportart. Säbel ist die Waffe mit den temporeichsten Aktionen.

 

Die Schutzkleidung

Fechten ist eine Sportart, bei der Verletzungen, im Gegensatz zu Ballsportarten z.B., fast gar nicht mehr vorkommen. Der Hauptgrund hierfür ist die moderne Schutzkleidung.
Es ist Kevlar- Gewebe eingearbeitet, Stoff also, aus dem auch schusssichere Westen hergestellt wurden. (Neuerdings wird Kevlar durch einen moderneren Kunststoff ersetzt.) Darunter trägt man eine Unterziehweste und die Damen zusätzlich einen Brustschutz aus Kunststoff. Suspensorien (Tiefschutz) für Herren gibt es natürlich auch. Die Maske besteht aus einem engmaschigen Stahlgeflecht, dass einen Druck von 1600 NW aushalten muss.
Die Florettfechter tragen zusätzlich die E – Weste, Säbelfechter eine E-Jacke. Fechtstrümpfe, rutschsichere Fechtschuhe und der Fechthandschuh vervollständigen die Schutzausrüstung. Masken aus Plexiglas sind jetzt auch zugelassen, bei Weltcups im Säbel sogar vorgeschrieben.
Quelle der Grafiken: wikipedia